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Kolmanskuppe

Kolmanskuppe

Geisterstadt in der Namibwüste

Nachdem Kolmanskuppe während des Diamantenbooms um 1910 eine der reichsten Afrikas wurde, verließen alle Einwohnerin den folgenden Jahrzehnten die Stadt. Kolmanskuppe wurde eine Geisterstadt.

Karte

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Steckbrief

Typ
Geisterstadt
Quartier
In Lüderitz
Camping
In Lüderitz
Lage
Lüderitz Umgebung
Aktivitäten
Geführte Touren

Die Geschichte von Kolmanskuppe

Nur etwa 15 km östlich der Hafenstadt Lüderitz gelegen, war Kolmanskop im Jahr 1908 ursprünglich ein kleiner Bahnhof bei der Kolmanskuppe an der im Bau befindlichen Lüderitz-Eisenbahn von Lüderitz nach Keetmannshoop. Die Kolmanskuppe erhielt ihren Namen nach einem Nama, der Coleman hieß, welcher hier im Jahr 1905 mit seinem Ochsenkarren stecken blieb und verdurstete. Soweit die Legende.

Im Jahre 1908 wurde durch den Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala hier ein glitzernder Stein gefunden, den dieser zu dem Bahnmeister August Stauch brachte. Stauch, der hier am Bahnhof Grasplatz stationiert war und die Aufgabe hatte, die Gleise in einer Streckenlänge von ca. 20 km von Sand frei zu halten, hatte sich als Hobby mit Mineralogie beschäftigt. Er vermutete, hier etwas zu finden und gab seinem Arbeiter die Anweisung, ihm besondere Steine zu bringen. Stauch vermutete sofort in dem Fund einen Diamanten, was durch eine in Auftrag gegebene Untersuchung durch seinen Freund und Bergwerksingenieur sowie späteren Geschäftspartner Sönke Nissen bestätigt wurde. Stauch und Nissen hängten diese Entdeckung aber nicht an die große Glocke, sondern kündigten ihre Arbeitsverhältnisse und sicherten sich bei der Kolmanskuppe einen Claim von 75 km² Fläche. Sie suchten mit Erfolg weiter nach Diamanten.

Das blieb dann aber nicht verborgen und es entwickelte sich ein wahres Diamantenfieber, in dem sich hier Ströme von Diamantensuchern und Abenteurern niederließen. Innerhalb von 2 Jahren begann sich in rasantem Tempo eine bisher beispiellose Stadtentwicklung abzuzeichnen; Kolmanskop wurde innerhalb weniger Jahre zur reichsten Stadt Afrikas und einer der reichsten Städte der Welt. Die dadurch geschaffene Infrastruktur suchte seinesgleichen, es gab ab 1911 elektrischen Strom, luxuriöse Steinhäuser, Casino, Schule, Krankenhaus, eine Eisfabrik wo Stangeneis für Kühlschränke produziert wurde, Theater, Ballsaal, Turnhalle, Kegelbahn, Salzwasserschwimmbad und vieles mehr, obwohl hier nicht mehr als 400 Personen lebten.

Interessant ist, dass im Krankenhaus der erste Röntgenapparat im Süden Afrikas installiert wurde. Sicher auch deshalb, um die Arbeiter auf etwa verschluckte Diamanten zu kontrollieren…

Im September 1908 wurden keine Schürflizenzen mehr erteilt und der südliche Küstenstreifen wurde zum Sperrgebiet erklärt. Die Diamantenförderung wurde industrialisiert und in gewaltigen Fabrikanlagen wurde der diamanthaltige Kies ausgesiebt und gewaschen. Aus 10 Tonnen Sand lassen sich nicht mehr als 1 bis 2 Karat (1 Karat = 0,2 gr.) Rohdiamanten gewinnen.

So konnten bis zum ersten Weltkrieg 1 Tonne Diamanten gefördert werden. Mit dem Kriegsausbruch 1914 ging die Förderung gegen Null und mit dem Verlust der deutschen Kolonien ging auch die deutsche Ära der Diamantenförderung zu Ende und an Südafrika über.

1928 wurden südlich von Lüderitz bis hinunter nach Oranjemund ergiebige Schürffelder gefunden, die Vorkommen in Kolmanskop gingen zu Ende und so wurde hier die Förderung eingestellt und bis 1938 wurden die Maschinen in den Süden gebracht. Die Stadt wurde sich selbst überlassen und die Wüste holte sich das ihr abgewonnene Terrain zurück. Zwischen 1956 und 1960 verließ der letzte Einwohner die Stadt.

Tourismushöhepunkt Kolmanskuppe

1980 wurde das touristische Potenzial der Geisterstadt wieder entdeckt, da auch Lüderitz einen wirtschaftlichen Aufschwung hatte und man begann, einzelne Häuser wieder auszugraben und instand zu setzen.

Heute werden interessante und sehr informative Führungen in Deutsch, Englisch unf Afrikaans angeboten. Montag bis Samstag beginnen die Führungen 09:30 Uhr und 11:00 Uhr. Sonntags und Feiertags gibt es nur ein Führung, diese gebinnt um 10:00 Uhr.

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