Tsumeb

Namibische Minenstadt

Tsumeb gehört wie Grootfontein und Otavi zum sog. Otavi-, Mais- oder auch Kupferdreieck und liegt in einer Gegend mit für namibische Verhältnisse ungewöhnlich großen jährlichen Niederschlagsmengen (über 550 mm jährlich), was einen intensiven Ackerbau erlaubt. Aber nicht Mais, Getreide oder Obst und Gemüse heben die Bedeutung der Städte den Otavi-Bergen hervor, sondern der Fund und Abbau von Erzen und Mineralien.

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Tsumeb, was heute ca. 15.000 Einwohner hat, wurde ursprünglich von den San (Buschleuten), den Ureinwohnern Namiabias bewohnt. Diese entdeckten hier Kupfererz und waren in der Lage, aus dem dicht unter der Oberfläche lagernden Kupfererz metallisches Kupfer gewinnen. So begann ein reger Handel mit dem Kupfer, was auch den weißen Kolonialisten nicht verborgen blieb. Diese führten mehrere Exkursionen zur Erkundung der Erzlagerstätten durch und erkannten, dass die Nutzung der Ressourcen durch die Abgelegenheit des Gebietes und fehlender Transportwege sehr schwierig war.

Die englisch-deutsche Otavi-Minen-und-Eisenbahn-Gesellschaft begann im April 1900 mit dem industriellen Abbau. Hier lagerte nicht nur Kupfer, sondern auch Blei, Zink und weit über 200 andere Mineralien, die zum Teil nur hier vorkommen. Die erste Ladung Erz wurde am Jahresende 1900 mit Ochsenwagen nach Swakopmund gebracht und von dort nach Europa verschifft.

So wurde der Bau einer Eisenbahnlinie nach Swakopmund in Angriff genommen, die 1906 fertig gestellt war. Da für den Bau Herero und Ovambo zwangsverpflichtet wurden, lag hier einer der Gründe für den Herero-Aufstand von 1904, zumal das für den Eisenbahnbau erforderliche Land ohne Zustimmung der einheimischen Besitzer annektiert wurde.

Mit der Fertigstellung der Bahnlinie nach Swakopmund erfuhr die Stadt und Gegend einen steilen Aufstieg, so gab es 1907 bereits eine Hochdruckwasserleitung für Tsumeb.

Mit dem ersten Weltkrieg ging die Produktion in den Minen zurück und hatte später auch durch die Weltwirtschaftskrise und den zweiten Weltkrieg eine wechselvolle Geschichte mit ständigem auf und ab. Heute sind nur Teile der Minen noch in Betrieb.

Im Heimatmuseum, das 1975 gegründet wurde, kann man sich über die Geschichte der Minen ausführlich informieren.

Tsumeb ist, wie auch die anderen Städte im Otavidreieck, eine grüne Stadt. Durch die vielen Jacaranda-Bäume und deren Blüte im namibischen Frühjahr bezeichnet man Tsumeb auch als Gartenstadt.

Unweit von Tsumeb, ca. 25 km nordwestlich, liegt der Otjikoto See, über welchen sich viele Mythen und Geschichten ranken. Auf alle Fälle ist der See 125 m tief und ist zusammen mit dem Nachbarsee der einzige natürliche See Namibias. Im See versenkte die deutsche Schutztruppe im Juli 1915 ihre Waffen, bevor sie vor der Übermacht der südafrikanischen Truppen kapitulierte. Einige der Waffen wurden später wieder geborgen und sind nach deren Restaurierung in Museum zu sehen.

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