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Welwitschia

Welwitschia Mirabilis

Jahrhunderte alte Wüstenpflanze

Die Welwitschia Mirabilis ist eine Pflanze, die endemisch für die Namibwüste Namibias und des südlichen Angolas ist. "Entdeckt" wurde sie 1859 von Friedrich Welwitsch, nach dem sie auch benannt ist. Das Alter einiger Exemplare der Pflanze wird auf zwischen 1000 und 1500 Jahre geschätzt.

Karte

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Steckbrief

Typ
Pflanze
Quartier
-
Camping
-
Lage
Namibwüste
Aktivitäten
Aussichtspunkte

Eine wissenschaftlich fundierte, aber in einigen Teilen nicht ganz ernst zu nehmende Betrachtung.

Wenn es eine Pflanze bis in das Staatswappen von Namibia geschafft hat, muss es sich wohl um ein sehr bedeutendes und sehr schönes Gewächs handeln. Aber weit gefehlt: kein Gartenliebhaber, Naturfreund oder Hausbesitzer wird sich eine Pflanze wie die Welwitschia in die heimische Erde stecken. Eine Pflanze mit einem Aussehen, als wäre sie gerade von einem Dutzend Geländewagen überfahren worden. Also was ist dran an der Welwitschia, zu deren berühmtesten Vertreter, 50 km von Swakopmund entfernt, jährlich hunderte Besuche pilgern?

Zumindest werden sich Oryx-Antilopen, Nashörner, Zebras und andere Pflanzenfresser diese Frage nicht stellen, denn diese haben die Pflanze zum Fressen gern.

Auch liegt es nicht etwa an einer gewissen Seltenheit, denn das Vorkommen der Welwitschia erstreckt sich im Gebiet der Namibwüste zwischen dem südlichen Angola bis zum Kuiseb-Rivier in Namibia in einer Ausdehnung von 1200 km. Die Pflanze wächst nicht direkt an der Küste, sondern immer in einem gebührenden Abstand von dieser, wobei der Bestand in einer Entfernung von 50 bis 60 km vom Atlantik an dichtesten ist. Es handelt sich um eine echte Wüstenpflanze, die mit wenig Wasser auszukommen hat.

Zum Glück besitzen die Welwitschtias neben einem oberflächenahen und weit verzweigten Wurzelgeflecht mit bis zu 30 m Durchmesser eine tiefe Pfahlwurzel, die bis ins Grundwasser hinabreichen kann, wenn das Grundwasser nicht tiefer als 3 m steht. Das meiste Wasser wird aber vom Feinwurzelgeflecht aufgenommen. Das Was-ser wird vom Tau zur Verfügung gestellt, denn Regen ist die Ausnahme. Die Annahme, dass die Welwitschien über ihre Blätter Wasser aufnehmen, ist leider falsch. Die Blätter sind so ausgelegt, dass sie Wasser gut speichern können. Da die Samen eine gewisse Zeit brauchen, bis sie genügend Wurzeln ausgebildet haben, um zu keimen, überleben viele Samen diese Phase nicht. Botaniker haben ermittelt, dass von diesen nur etwa 0,1 % zum Keimen kommen. Wie bei den Menschen gibt es männliche und weibliche Exemplare, die Bestäubung erfolgt bei der Welwitschia durch Insekten, wodurch sich Mensch und Pflanze wieder deutlich unterscheiden.

Die "Entdeckung" der Welwitschia

Glaubt man den einschlägigen Nachschlagewerken, so wurde die Pflanze 1859 vom österreichischen Botaniker Friedrich Welwitsch in Angola „entdeckt“ und nach ihm benannt. Natürlich haben die Einwohner diese Pflanze schon sehr viel früher gesehen und ihr entsprechende Namen gegeben. In Angola heißt sie n`tumbo (Stumpf), die Herero sagen onyanga (Wüstenzwiebel) und auf Afrikaans heißt sie übersetzt „Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben“. Die Afrikaaner waren schlaue Leute, denn diese Bezeichnung verrät uns zwei wesentliche Merkmale der Welwitschia: Ihre Widerstandsfähigkeit als Wüstenpflanze und die Tatsache, dass die Pflanze nur ein Blattpaar besitzt. Diese zwei Blätter wachsen ständig, aber langsam und täuschen, da die Blätter mit zunehmendem Alter aufreißen, mehrere Blätter oder einen ganzen Blätterhaufen vor. Im Laufe der Zeit fransen diese auch noch an den Blattenden aus, da der Wind, die Hufe der Antilopen und anderer Welwitschiafresser sowie die Absätze einiger unaufmerksamer Touristen dazu ihren Teil beitragen. Bezüglich der zwei Blätter gibt es Ausnahmen, man hat nahe dem Brandberg auch Exemplare mit 2 Blattpaaren gefunden. Die Population mit 4 Blättern wird auf 5% aller Exemplare geschätzt. Auch weichen die Welwitschien in einigen Details dahingehend ab, ob diese in Namibia oder in Angola wachsen, so dass man zwei Unterarten unterscheidet. Es wird vermutet, dass sich die Welwitschien von Namibia aus nach Norden ausgebreitet haben und sich so im Lauf der Zeit modifiziert haben.

Riesen-Welwitschia und Welwitschiafläche

Wie bereits erwähnt, gibt es nahe Swakopmund ein besonders berühmtes Exemplar einer Welwitschia. Der Standort ist auf allen Touristenkarten Namibias unter der Rubrik Interessante Plätze eingetragen. Diese Pflanze soll mindestens 1000 Jahre alt sein, man spricht auch von 1500 Jahren. So genau weiß man das jedoch nicht. Das Alter ließe sich zwar genauer bestimmen, denn der Stamm der Pflanze, der bis zu einem Meter Durchmesser erreichen kann, aber zum größten Teil im Sand steckt, hat Jahresringe. Aber da wäre es mit der Welwitschia leider dahin. Viele Touristen begeben sich auf den sog. Welwitschia-Drive, der von Swakopmund in ca. 50 km zur eingezäunten, alten Pflanze am Ende der Welwitschia-Fläche führt, um diese zu besichtigen. Auf der Welwitschia-Fläche sollen bis zu 6000 Pflanzen wachsen. Der zweite Name der Welwitschia, nämlich mirabilis, kommt aus dem Lateinischen und heißt „wunderbar“. Ob die Touristen bei dem Anblick der uralten Pflanze begeistert „mirabelis“ rufen, ist jedoch nicht gesichert. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn viele Pflanzen von einem Steinkreis umgeben sind. Dieser dient dazu, die Fußstapfen der Touristen fernzuhalten, um das empfindliche, oberflächennahe Feinwurzelwerk zu schützen. Diese Steinkreise werden auch von vielen verantwortungsbewussten Tourguides angelegt.

Die Welwitschia findet sich, wie bereits Eingangs erwähnt, nicht nur im Staatswappen von Namibia, sondern auch in den Wappen von Swakopmund und der Region Kunene. Bei letzteren beiden ist das auch verständlich, da die Welwitschia hier in großen Stückzahlen vorkommt. Beim Staatswappen, kann man bezogen auf die Gesamtfläche Namibias, hier keinen Zusammenhang sehen. Ein interessanter Fall für die Wappenkundler, die Heraldiker. Im Staatswappen Namibias steht die Welwitschtia für die Ausdauer, das Überleben unter kargen Bedingungen, für das Durchhalten gegen alle äußere Widerstände.

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